Bayer Leverkusen hat den jungen Franzosen Axel Tape für die Saison 2026/27 an den spanischen Zweitligisten UD Levante verliehen. Der 19-jährige Defensiv-Allrounder soll in Spanien Spielpraxis sammeln, während der Bundesligist seinen Kader im rechten Verteidigerbereich umbaut. Die Werkself beendete die Vorsaison als Fünfter der Bundesliga mit 52 Punkten aus 29 Spielen und bereitet sich auf das Heimspiel gegen Union Berlin am 5. September vor.

Axel Tape kam im Jahr 2025 ablösefrei von Paris Saint-Germain zu Bayer Leverkusen. Der französische U-19-Nationalspieler galt als großes Talent, fand aber unter dem damaligen Trainer Kasper Hjulmand in der ersten Jahreshälfte keine Berücksichtigung. Sein einziges Bundesliga-Spiel bestritt er am zweiten Spieltag der vergangenen Saison, als er unter Erik ten Hag in der Startelf beim 3:3 gegen Werder Bremen stand. Seitdem fehlte ihm die Perspektive auf Einsatzzeit. Der Verein sieht die Leihe nach Spanien als ideale Entwicklungschance für den jungen Spieler. Bei Levante soll Tape laut Planungen als defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt werden.

Der Abgang von Tape ist Teil einer gezielten Verkleinerung des Kaders und einer Neuordnung auf der rechten Abwehrseite. Neben Tape wird auch der Brasilianer Arthur den Verein voraussichtlich verlassen. Eine Grundvereinbarung mit dem Hamburger SV über einen Transfer besteht. Sollte dieser Wechsel nicht zustande, verfolgt der HSV als Alternative Zakaria El Ouahdi vom belgischen Club Genk. Diese personellen Weichenstellungen erfolgen, weil Bayer Leverkusen intensiv an der Verpflichtung von Guela Doué arbeitet. Der 23-jährige ivorische Nationalspieler von Racing Strasbourg wäre eine teure Verstärkung für die Rechtsverteidiger-Position. Eine Ablösesumme im Bereich von 35 Millionen Euro gilt als realistisch. Aus Frankreich heißt es, eine Einigung zwischen den Klubs stehe unmittelbar bevor.

Die aktuelle Personaldecke auf der rechten Seite ist überschaubar. Neben Arthur und dem nun verliehenen Tape stehen noch Lucas Vazquez und Tim Oermann zur Verfügung. Der Engländer Jarell Quansah, eigentlich Innenverteidiger, wird im Notfall auf dieser Position eingesetzt. Für das Bundesliga-Eröffnungsspiel am Samstag gegen den SV Elversberg wird Quansah voraussichtlich in einer Viererkette die Rechtsverteidiger-Rolle übernehmen. Die Verletztenliste des Clubs, die auf unserer injuries Seite einsehbar ist, zeigt weitere Ausfälle: Arthur, Kennet Eichhorn, Martin Terrier und Montrell Culbreath fehlen der Mannschaft aktuell. Diese Situation unterstreicht die Dringlichkeit, den Kader zu straffen und gezielt zu verstärken.

Die Leihe von Tape ist ein klares Signal für die geplante Verpflichtung von Guela Doué. Sollte der Ivorer tatsächlich kommen, hätte Bayer Leverkusen für die anspruchsvollen Aufgaben der neuen Saison eine klare Hierarchie auf der rechten Abwehrseite. Die Mannschaft will an die starke Offensivbilanz der Vorsaison anknüpfen, in der 59 Tore erzielt wurden. Die nächste Bewährungsprobe steht mit dem Heimspiel gegen Union Berlin an. Den kompletten Spielplan der Werkself finden Sie auf unserer Website. Die sportliche Leitung um Simon Rolfes arbeitet weiter daran, den Kader vor dem Transferende schlanker und konkurrenzfähiger aufzustellen, um die Lücke von 24 Punkten zum Spitzenreiter Bayern München langfristig zu schließen.