Bayer Leverkusen hat seine Gegner für die Ligaphase der Europa League 2026/27 erfahren. Die Auslosung am Freitag, über die der Standard berichtete, brachte acht Kontrahenten, darunter den italienischen Rekordmeister AC Milan.

Die Werkself bestreitet ihre Heimspiele gegen Milan, Sparta Prag, Crystal Palace und Ararat-Armenie. Die Auswärtstermine führen nach Leverkusen, Anderlecht, Celje und Levski Sofia. Der erste Spieltag der neuen Ligaphase ist für den 16. Oder 17. September angesetzt. Für Bayer Leverkusen ist dies die erste Europapokal-Saison nach dem fünften Platz in der abgelaufenen Bundesliga-Saison 2025, die mit 52 Punkten und einer Bilanz von 15 Siegen, sieben Unentschieden und sieben Niederlagen endete.

Das Losverfahren ergab eine anspruchsvolle Mischung aus europäischen Traditionsvereinen und aufstrebenden Teams. Der Zug von AC Milan stellt zweifellos das Highlight der Gruppenphase dar. Die Rossoneri sind einer der erfolgreichsten Klubs im europäischen Fußball. Ebenfalls aus einer Top-Liga kommt Crystal Palace aus der englischen Premier League.

Weitere namhafte Gegner sind der tschechische Meister Sparta Prag und der belgische Rekordmeister RSC Anderlecht. Die Runde wird komplettiert durch NK Celje aus Slowenien, Ararat-Armenie aus Armenien und Levski Sofia aus Bulgarien. Leverkusen muss in der Vorbereitung auf diese Vielfalt auch seine personelle Situation im Blick behalten. Derzeit fehlen mit Arthur, Kennet Eichhorn, Martin Terrier und Montrell Culbreath mehrere Spieler verletzungsbedingt, wie der aktuelle Verletztenstatus zeigt.

Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso blickt auf eine solide, wenn auch nicht spektakuläre Rückrunde der vergangenen Saison zurück. Die letzten fünf Ligaspiele vor Saisonende wurden ungeschlagen mit drei Siegen und zwei Unentschieden absolviert. Insgesamt erzielte das Team in der gesamten Saison 2025 59 Tore und kassierte 39, was einer positiven Tordifferenz von +20 entspricht.

Im Bundesliga-Endklassement belegte Leverkusen mit 52 Punkten den fünften Rang. Damit lag man 24 Punkte hinter dem Meister FC Bayern München. Diese Zahlen unterstreichen den Weg, den der Klub noch vor sich hat, um wieder in die absolute Spitzengruppe vorzustoßen. Die detaillierten Statistiken der Mannschaft bieten einen umfassenden Überblick.

Die Europa League bringt eine erhebliche zusätzliche Belastung für den Kader. Die Spiele sind über die gesamte Hinrunde verteilt und müssen mit den Pflichten in der Bundesliga koordiniert werden. Der erste europäische Auftakt Mitte September fällt in eine bereits dichte Phase.

Zuvor steht am 5. September noch das Bundesliga-Heimspiel gegen den Tabellenelften Union Berlin an. Dieses Duell ist im Spielplan verzeichnet. Die Doppelbelastung wird eine Herausforderung für die Tiefe des Kaders, besonders angesichts der aktuellen Verletztenliste. Die Planung für Rotation und Krafteinteilung wird für das Trainerteam entscheidend sein.

Der Klub geht mit Respekt, aber auch mit Ambitionen in den Wettbewerb. Die Europa League bietet die Chance, sich auf internationaler Bühne zu messen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Das Ziel wird klar sein, die Ligaphase erfolgreich zu absolvieren und so tief wie möglich in den Wettbewerb einzudringen.

Die Auslosung gegen Milan und andere etablierte Teams ist ein guter Test für den aktuellen Stand des Teams. Die Leistungen in diesen Spielen werden auch ein Indikator dafür sein, wie weit Leverkusen von der europäischen Elite entfernt ist oder sich ihr bereits angenähert hat. Die aktuelle Tabelle der Bundesliga zeigt, dass der Klub in der nationalen Konkurrenz fest etabliert ist. Nun gilt es, diesen Status auch international zu untermauern.