Bayer Leverkusen feierte am Sonntag einen 2:0-Heimsieg gegen RB Leipzig, doch rund um das Spiel in der BayArena gab es eine Zollkontrolle zu möglichen Mindestlohnverstößen. Etwa 50 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Kölner Hauptzollamts überprüften unangekündigt rund 170 Mitarbeiter von 13 Firmen, die für den Werksklub im Sicherheitsbereich tätig sind.

Erste Hinweise deuten darauf hin, dass ein Unternehmen den gesetzlichen Mindestlohn möglicherweise nicht einhält. Zudem wurde eine 24-jährige Marokkanerin als Sicherheitskraft ohne erforderliche Arbeitserlaubnis beschäftigt, gegen sie und ihren Arbeitgeber wurden Ermittlungen eingeleitet. Zwölf Mitarbeiter des Leverkusener Ordnungsamts unterstützten die Aktion.

Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln, erklärte die Vorgehensweise. „Die Befragung der Beschäftigten vor Ort ist nur der Einstieg in unsere Arbeit“, sagte Ahland. Er fügte hinzu, dass die Überwachung des Mindestlohns oft tiefergehende Prüfungen der Lohnbuchhaltung bei den Firmen notwendig mache.

Der sportliche Erfolg, der Bayer Leverkusen mit nun sieben Punkten auf Rang fünf der Bundesliga brachte, steht damit im Kontrast zu den arbeitsrechtlichen Ermittlungen. Die Tore zum 2:0 gegen Leipzig erzielten Patrik Schick in der 44. Minute und Miguel Gutiérrez in der 57. Minute. Die Mannschaft blickt mit dieser Leistung und der aktuellen Tabelle auf das nächste Auswärtsspiel bei Mainz 05 am 10. Oktober. Den kompletten Spielplan der kommenden Wochen finden Sie auf unserer Seite.

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