Bayer Leverkusen hat mit der Verpflichtung von Moussa Diaby einen wichtigen Transfercoup gelandet. Der 27-jährige französische Flügelspieler wird einen Vertrag bis zum Jahr 2031 unterschreiben.

Die Werkself, die die vergangene Bundesliga-Saison auf dem sechsten Platz mit 59 Punkten beendete, will die Abwehr weiter verstärken. Deshalb steht mit Guéla Doué ein weiterer Franzose auf der Liste. Der 23-jährige Rechtsverteidiger von Racing Straßburg bestritt vier WM-Spiele für die Elfenbeinküste. Sein Verein verlangt jedoch eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro, die für Leverkusen derzeit zu hoch ist. Doués Vertrag in Straßburg läuft noch bis 2029.

Trainer Carles Martínez gab am Donnerstag zu, dass die Ankunft des Neuzugangs nicht zu verbergen sei. „Natürlich weiß jeder, dass er hier ist. Ich kann das nicht verbergen – die Fotos sind ja da“, sagte der 42-Jähriger. Für das erste Saisonspiel am Samstag um 15:30 Uhr bei Aufsteiger SV Elversberg, das bei Sky übertragen wird, wird Diaby aber noch nicht zur Verfügung stehen. Martínez erklärte: „Ich glaube, es ist sehr schwierig, dass er bereits Teil der Gruppe sein wird.“ Zunächst steht noch die medizinische Untersuchung des Flügelstürmers aus.

Um Platz und möglicherweise Mittel für weitere Transfers zu schaffen, plant der Klub, den Kader zu verkleinern. Der 19-jährige Innenverteidiger Axel Tape ist ein Kandidat für eine Leihe. Auch bei Jeanuel Belocian (21), der zuletzt an den VfL Wolfsburg ausgeliehen war, könnte es zu einem erneuten Wechsel kommen. Der französische Pokalsieger RC Lens hat laut L'Équipe konkretes Interesse an dem Abwehrspieler bekundet.

Ein weiterer Spieler, um den es geht, ist Stürmer Martin Terrier. Der 29-jährige steht im Fokus seines Ex-Klubs Stade Rennes, aber auch des OSC Lille. Laut französischen Medien möchte Rennes den Angreifer jedoch nur ausleihen. Bayer Leverkusen besteht auf einer Kaufoption. Terriers Gehalt soll für Lille derzeit eine zu große Hürde darstellen. Die aktuelle Zusammensetzung des Teams ist auf unserer Kader Seite einsehbar.

Die sportliche Leitung von Bayer Leverkusen agiert in einer transferintensiven Phase strategisch. Nach der sicheren Verpflichtung Diabys wird nun mit Hochdruck an einer Lösung für die rechte Abwehrseite gearbeitet. Doué bleibt ein Wunschspieler, doch die Finanzierung muss stimmen. Parallel laufen die Gespräche über Abgänge, um den Kader, der in der Vorsaison 68 Tore erzielte, aber auch 47 kassierte, effizienter zu gestalten.

Der Fokus liegt nun auch auf dem Saisonauftakt. Das Auswärtsspiel bei Elversberg ist der erste Schritt in eine neue Spielzeit, in der die Mannschaft den Anschluss an die Spitze sucht. In der letzten Tabelle lag man 30 Punkte hinter Bayern München. Den kompletten Spielplan der Werkself finden Sie auf unserer Website. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich der Kader endgültig formt und ob die angestrebten Verstärkungen realisiert werden können.