Mark Flekken will bei Bayer Leverkusen endlich die erhoffte Konstanz zeigen. Der Torhüter sprach im Trainingslager nahe Weimar offen über seine Fehler in der vergangenen Spielzeit und seine Ziele für die Zukunft.

Flekken räumte ein, dass seine Leistungen in der Saison 2025/26 zu schwankend waren. Besonders die Pfiffe der eigenen Fans nach Patzern, etwa beim 2:7 in der Champions League gegen Paris oder beim 6:3 gegen Wolfsburg, blieben ihm in Erinnerung. „Ich habe die Pfiffe abgeschüttelt. Sonst hätte ich die letzten vier Spiele der Saison nicht so spielen können, wie ich sie gespielt habe“, sagte der 33-Jährige. Kritik gab es vor allem für seine Unsicherheit beim Herauslaufen und sein risikoreiches Spiel mit dem Fuß.

Die Vereinsverantwortlichen hatten bei seiner Verpflichtung die Konstanz gesucht, die er zuvor bei Brentford gezeigt hatte. Dieses Ziel verfehlte er im vergangenen Jahr. „Es gab Spiele, in denen ich Punkte für die Mannschaft liegen gelassen habe, und Spiele, in denen ich Punkte festgehalten habe“, analysierte Flekken selbstkritisch. Sein Fokus liegt nun voll auf dem Neustart. Die aktuelle Mannschaftsliste auf unserer squad Seite zeigt, mit wem er um den Platz zwischen den Pfosten konkurriert.

Mit Carles Martínez hat Bayer 04 einen neuen Cheftrainer. Flekken, der erst seit anderthalb Wochen nach dem Sonderurlaub wieder trainiert, spürt bereits einen deutlichen Unterschied. „Es steckt eine ganz andere Energie in der Truppe“, erklärte der Torwart. Diese Energie komme auch vom Trainerteam. Martínez sei sehr präsent, pushe die Mannschaft und lebe selbst vor, was er auf dem Platz sehen wolle.

Gleichzeitig nahm Flekken Vorgänger Kasper Hjulmand in Schutz. Dieser sei in eine schwierige Situation gekommen, in der die Mannschaft nicht rundlief und er ohne eigenen Assistenztrainer starten musste. Zudem habe es in dieser Phase fast nur Spiele und kaum Training gegeben. Der Vorteil für Martínez sei nun, dass er Zeit habe, etwas aufzubauen. Flekken geht fest davon aus, in diesem Prozess als Stammtorhüter zu helfen. Andere Signale habe er von Martínez oder Torwarttrainer David Thiel nicht erhalten.

Im März 2026 verletzte sich Flekken am Innenband im rechten Knie. Sein Konkurrent Janis Blaswich nutzte diese Chance und lieferte gute Leistungen ab. Nach Flekkens Rückkehr fiel die Entscheidung dennoch knapp zugunsten des Niederländers. „Ich erkenne an, dass Janis in der Phase, in der ich verletzt war, gut gespielt hat“, sagte Flekken. Hätte der Trainer damals Blaswich im Tor gelassen, hätte er sich das verdient gehabt. Letztlich habe der Trainer aber an ihm festgehalten.

Flekken könnte in der kommenden Saison noch mehr Verantwortung übernehmen. Neben Kapitän Robert Andrich und Stellvertreter Edmond Tapsoba gilt er als Kandidat für das Amt. „Im Moment habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht“, sagte Flekken. Sollte der Trainer ihn fragen, würde er nicht Nein sagen. Aktuell gehe er aber nicht von einer Änderung aus. Führungsqualitäten könne er auch ohne Armbinde zeigen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 13. September 2026 beim Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, wie der Spielplan zeigt.