Bayer Leverkusen drängt auf den Transfer von Miguel Gutiérrez von SSC Neapel. Der WM-Finalist Facundo Medina von Olympique Marseille ist eine Alternative. Die Werkself will den Deal bald abschließen. Der 25‑jährige Linksverteidiger ist noch bis 2030 an Napoli gebunden. Eine andere Option zu Gutiérrez ist Medina. Wie das vereinsnahe Medium „Le Phoceen“ vor ein paar Tagen schrieb, haben die Rheinländer Gespräche mit OM wegen eines Transfers aufgenommen. Die Südfranzosen sind demnach offen für Verhandlungen, möchten jedoch ihre Investition für den 27‑Jährigen, die sich auf insgesamt 20 Mio. Euro beläuft, wieder einnehmen. Der Verteidiger, der sowohl in der Zentrale als auch links agieren kann, war 2025 zunächst für eine Ablösesumme von 2 Mio. Euro vom RC Lens ausgeliehen worden, ehe er vor kurzem per Option für 18 Mio. Euro bis 2030 fest verpflichtet wurde. Auf diesem Niveau befindet sich auch der Marktwert des argentinischen WM‑Fahrers. Beim „Kicker“ hieß es dagegen sogar, dass Marseille mindestens 25 Mio. Euro fordere. Mehr nahm der Ligue‑1‑Klub erst fünfmal in seiner Vereinsgeschichte ein. Leverkusen gab bis dato nur sechsmal mehr aus, aber noch nie für einen Profi, der älter als 26 ist. Zudem wäre Medina dann teurer als Grimaldo, für den Bayer 04 22 Mio. Euro von Atlético Madrid erhielt. Insgesamt stehen bei den Leverkusenern in diesem Sommer Einnahmen von 68 Mio. Euro und Ausgaben von 55 Mio. Euro gegenüber. Das Interesse des Klubs an Medina, der bei der WM in fünf von acht Spielen auf dem Platz stand, ist nicht neu. Schon als er bei Lens unter Vertrag stand, soll die Werkself ein Auge auf ihn geworfen haben – vor allem wegen seines Profils, da er sowohl in einer Dreier‑ als auch in einer Viererkette eingesetzt werden kann. Der „Kicker“ beschreibt den Südamerikaner zudem als ähnlichen Spielertypen wie Piero Hincapié, der für 40 Mio. Euro zum FC Arsenal wechselte. ## Auch El Ouahdi Kandidat bei Bayer Leverkusen Gehandelt wird beim deutschen Meister von 2024 zudem für rechts hinten Zakaria El Ouahdi vom KRC Genk. Der 24‑jährige, der ebenfalls bei der WM am Start war, aber nur einmal für Marokko als Ersatz für PSG‑Profi Achraf Hakimi zum Einsatz kam, soll in der engeren Auswahl bei Leverkusen stehen. Weiter scheinen die Bemühungen aber noch nicht zu gehen. El Ouahdi kam 2023 nach Genk, bestritt bislang 112 Partien mit 32 Toren und ist dort noch bis 2028 gebunden. Sein Marktwert beläuft sich auf einen persönlichen Höchstwert von 17 Mio. Euro. Leverkusen hat derzeit keinen etatmäßigen Linksverteidiger im Kader; für rechts hinten stehen dem neuen Trainer Carles Martínez Arthur und Lucas Vázquez zur Verfügung (zum Kader siehe unten).