Neue Regel im Pokalsieg
In Wiesbaden hat Bayer Leverkusen beim ersten Pflichtspiel der Saison die neue DFB-Regel live erlebt. Stürmer Patrik Schick wurde in der 65. Minute ausgewechselt, aber die Anzeige seiner Auswechslung dauerte länger als zehn Sekunden. Christian Kofane musste daher mehr als eine Minute warten, bevor er das Feld betrat. Das führte dazu, dass Leverkusen für über 60 Sekunden in Unterzahl blieb, bevor das Team kurz darauf das 3:0 erzielte.
Reaktionen im Verein
Sportchef Simon Rolfes begrüßte die konsequente Anwendung der Regel durch die Schiedsrichter. „Die Spieler müssen sich daran gewöhnen, schneller zu gehen, die richtige Außenlinie zu finden“, sagte er. Er betonte, dass die Regel dazu gedacht sei, mehr Fußball zu sehen. Trainer Carles Martínez zeigte sich hingegen weniger begeistert. „Wir müssen ein gutes Gleichgewicht zwischen Absicht und Praxis finden“, erklärte er von der Seitenlinie.
Weitere Regeländerungen
Die neue Regel ist Teil einer Reihe von Änderungen, die seit Beginn der Saison gelten. Dazu gehören ein Acht‑Sekunden‑Countdown bei Torhütern, ein fünf‑Sekunden‑Countdown bei Einwürfen und Abstößen sowie eine verpflichtende Minute, die verletzte Spieler nach einer Unterbrechung abwarten müssen, bevor sie zurückkehren. Der VAR erhält erweiterte Befugnisse, etwa bei Vorteilentscheidungen und bei eindeutig falschen zweiten Gelben Karten. Auch das Verhalten von Spielern, die den Platz verlassen, wird künftig anders bewertet.
