Bayer 04 Leverkusen steht vor einer Transfer-Wende, die alles auf den Kopf stellen könnte. Trotz konkreter Angebote aus Italien könnte Kerim Alajbegovic bei der Werkself bleiben - und Trainer Carles Martínez spielt dabei die entscheidende Rolle.

Tabellenstand (Endstand der Saison 2025 – neue Saison noch nicht begonnen): 6. Platz in der Bundesliga, 59 Punkte, 17 Siege, 8 Unentschieden, 9 Niederlagen aus 34 Spielen, aktuelle Form: NUNUS.

Was ist passiert?

Kerim Alajbegovic, der nach seiner Rückkehr von RB Salzburg wieder bei Bayer Leverkusen auflief, steht kurz vor einem überraschenden Verbleib. Mehrere Top-Klubs aus der Serie A hatten sich für den WM-Shootingstar interessiert, doch nun könnte der Wechsel platzen. Trainer Carles Martínez hat laut Insidern signalisiert, dass er den 24-Jährigen unbedingt im Kader behalten will. Martínez setzt auf Alajbegovic als Schlüsselspieler in der Offensive und will ihn nicht ziehen lassen.

Gleichzeitig kämpft Bayer Leverkusen mit einer Reihe von Verletzungen. Eliesse Ben Seghir, einer der wichtigsten Offensivspieler, fällt erneut aus und fehlt damit dem Team. Der Franzose hatte sich bereits in der Vorsaison verletzt und kämpft nun erneut mit Problemen. Sein Ausfall könnte auch die Zukunft von Alajbegovic beeinflussen, da Martínez auf offensive Stabilität angewiesen ist.

Warum könnte Alajbegovic bleiben?

Die Gründe für den möglichen Verbleib sind vielfältig. Martínez hat in den vergangenen Wochen immer wieder betont, wie wichtig Alajbegovic für sein System ist. Der Stürmer passt perfekt in die offensive Ausrichtung des Trainers, der auf schnelle Flügelspieler und variable Offensivkräfte setzt. Zudem könnte Bayer Leverkusen mit dem Verbleib von Alajbegovic eine Lücke schließen, die durch den Abgang von Alejandro Grimaldo zu Atlético Madrid entstanden ist.

Doch die Situation bleibt komplex. Die Werkself plant ohnehin mehrere Abgänge in der Offensive. Neben Alajbegovic gelten Simon Rolfes, Jonas Hofmann, Martin Terrier und Ernest Poku als Verkaufskandidaten. Rolfes, der sportliche Leiter, hatte bereits Veränderungen angekündigt und will den Kader umbauen. Die Ablöseforderungen sind hoch, doch Martínez’ Wunsch könnte alles ändern.

Welche Transfers stehen noch an?

Bayer Leverkusen bleibt in diesem Sommer ein aktiver Akteur auf dem Transfermarkt. Neben der Alajbegovic-Frage beschäftigt sich der Verein mit weiteren Personalien. So wird über ein mögliches Interesse an Arthur Theate berichtet, der die Abwehr stärken könnte. Martínez sucht zudem nach einem neuen Abwehrchef, und Konstantinos Mavropanos rückt in den Fokus. Der frühere VfB-Stuttgart-Verteidiger könnte die Defensive stabilisieren und gleichzeitig die Suche nach Außenverteidigern beeinflussen.

Doch die größten Veränderungen könnten im Sturm erfolgen. Christian Kofane, der junge Stürmer, weckt Begehrlichkeiten in der Premier League. Newcastle United und Arsenal zeigen Interesse, doch Bayer-Boss Simon Rolfes will den Spieler halten - es sei denn, eine Mega-Ablöse von über 100 Millionen Euro lockt. Kofane könnte sogar Nick Woltemade Konkurrenz machen, der in der letzten Saison 12 Tore erzielte.

Was kommt als Nächstes?

Die nächsten Wochen werden entscheidend für Bayer Leverkusen. Martínez muss seine Mannschaft zusammenhalten, während gleichzeitig mehrere Schlüsselspieler gehen könnten. Die Werkself hat jedoch auch die Chance, mit klugen Transfers die entstandenen Lücken zu füllen. Die Ablöseforderungen für Grimaldo (Atlético Madrid) und mögliche Abgänge wie Hofmann oder Terrier könnten die Kasse füllen.

Doch die größte Herausforderung bleibt die sportliche Situation. Mit einem Rückstand von 30 Punkten auf den FC Bayern München und einer schwachen Form (0 Siege, 2 Unentschieden in den letzten vier Spielen) muss Leverkusen schnell handeln. Das letzte Spiel endete 1:1 gegen den Hamburger SV am 16. Mai 2026. Die Werkself braucht dringend Punkte, um in der nächsten Saison wieder oben mitspielen zu können.

Die Transferplanung wird damit zur Schicksalsfrage für Bayer Leverkusen. Bleibt Alajbegovic? Kommen neue Verstärkungen? Oder droht ein weiterer Kaderumbruch? Die Antworten werden in den kommenden Wochen fallen - und Martínez hat das letzte Wort.