Die Werkself hat in dieser Saison vielversprechende Ansätze gezeigt, jedoch auch einige Schwächen offenbart, die dringend angegangen werden müssen. Die Defensive in der Viererkette hat in entscheidenden Momenten gelitten, während das Mittelfeld oft nicht in der Lage war, die Verbindung zwischen Abwehr und Angriff effektiv zu gestalten. Um konsistent erfolgreich zu sein, könnte eine Umstellung auf ein 3-5-2-System in Betracht gezogen werden, das sowohl defensive Stabilität als auch offensive Flexibilität bietet.

Im 3-5-2 würde eine Dreierkette aus erfahrenen Innenverteidigern, wie Jonathan Tah und Edmond Tapsoba, für mehr Sicherheit sorgen. Ein schneller Außenverteidiger, etwa Ramy Bensebaini, könnte als Wingback agieren und sowohl in der Defensive helfen als auch die Offensive unterstützen. Die zentrale Mittelfeldachse könnte mit einem defensiven Mittelfeldspieler, wie Charles Aránguiz, und einem kreativen Kopf, etwa Florian Wirtz, verstärkt werden, um das Spiel besser zu kontrollieren und gleichzeitig Konter zu verhindern.

Im Angriff könnten die beiden Spitzen, beispielsweise Patrik Schick und Victor Boniface, eine gefährliche Kombination darstellen. Ihre unterschiedlichen Spielstile – Schick als klassischer Torjäger und Boniface als schneller und wendiger Stürmer – könnten den gegnerischen Abwehrreihen große Probleme bereiten. Zudem könnten sie durch die Unterstützung des Mittelfelds in den Rücken der Abwehr geschickt werden, was den Druck auf die gegnerische Defensive erhöht.

Ein weiterer Aspekt, der verbessert werden sollte, ist die Pressing-Strategie. Leverkusen könnte von einem intensiveren Pressing profitieren, das bereits in der ersten Reihe beginnt. Dadurch könnte der Gegner schneller unter Druck gesetzt und Fehler provoziert werden, was zu einer höheren Anzahl an Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte führen würde. Diese vermehrten Ballgewinne könnten die Werkself in eine bessere Position bringen, um schnelle Angriffe zu starten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Werkself trotz ihrer Talente und individuellen Fähigkeiten strategische Anpassungen vornehmen muss, um ihre Ziele in dieser Saison zu erreichen. Die Implementierung eines 3-5-2-Systems, die Verstärkung des Mittelfelds und ein aggressiveres Pressing könnten den Unterschied ausmachen und Bayer Leverkusen wieder auf den Erfolgsweg bringen.