Bayer 04 hat mit der Verpflichtung von Carles Martinez als neuem Trainer der Werkself den wichtigsten Grundstein für die kommende Saison gelegt. Nun geht es darum, den Kader gezielt auszutarieren – und mit weiterem Talent zu veredeln. Dabei haben die Leverkusener Klubverantwortlichen unter anderem einen Spieler aus der 2. Liga im Blick: Kennet Eichhorn von Hertha BSC. Bis Mitte des Monats dürfte eine Entscheidung im Werben um das erst 16-jährige Top-Talent fallen. Angesprochen auf das Interesse der Rheinländer am deutschen U17-Nationalspieler hielten sich sowohl Coach Martinez als auch Sportgeschäftsführer Simon Rolfes inhaltlich bedeckt. Ihr Grinsen bei der gemeinsamen Vorstellungsrunde am Freitag aber verriet mehr als tausend Worte: Die Hoffnungen in Leverkusen sind groß, den defensiven Mittelfeldspieler unter Vertrag zu nehmen und dessen Entwicklung voranzutreiben. Bayer soll willens sein, eine Gesamtsumme von rund 20 Millionen Euro inklusive Handgeld für den Youngster zu zahlen. Martinez sagte: „Ich weiß, dass er ein großes Talent in Deutschland ist. Ich liebe es, junge Spieler zu entwickeln.“ Rolfes verwies derweil auf Leverkusens Erfolgsgeschichte, jungen Spielern den nächsten Karriereschritt zu ermöglichen – ohne konkret auf Eichhorn einzugehen. Offener äußerten sich die Ligakonkurrenten. Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl etwa sagte: „Wenn man Kennet Eichhorn sieht, würden wir unseren Job nicht richtig machen, wenn wir uns nicht mit ihm befassen würden.“ Auch Dortmunds Sportdirektor Ole Book bestätigte mit Blick auf den Youngster: „Wir mögen ihn – wie viele andere Vereine auch.“ Inzwischen sollen jedoch sowohl der FCB als auch der BVB aus dem Rennen um den in Bernau bei Berlin geborenen Fußballer ausgestiegen sein. Anders sieht es bei den englischen Top-Klubs FC Liverpool und Manchester City sowie bei RB Leipzig aus – sie bleiben offenbar im Spiel. Eine Entscheidung des jüngsten Spielers der Zweitliga-Geschichte wird in den nächsten Tagen erwartet. Wie es heißt, muss seine Ausstiegsklausel in Höhe von rund neun – maximal zwölf – Millionen Euro bis zum 15. Juni gezogen werden. Danach dürfte Hertha BSC frei verhandeln. Und deutlich mehr verlangen. Dass Leverkusen bei diesem Transfer gute Karten hat, liegt nicht zuletzt an einer jüngeren Erfolgsgeschichte: Schon in der vergangenen Saison hat die Werkself positive Erfahrungen mit einem Talent des Hauptstadtklubs gemacht. Ibrahim Maza wechselte im vergangenen Sommer für zwölf Millionen Euro unters Bayer-Kreuz, spielte ein starkes Premierenjahr und bestreitet nun mit Algerien seine erste Weltmeisterschaft. Der Marktwert des inzwischen 20-Jährigen wird auf geschätzte 45 Millionen Euro beziffert – ein eindrucksvoller Beleg dafür, was die Entwicklungsarbeit in Leverkusen leisten kann. Doch die Maza-Erfolgsgeschichte ist nicht das einzige Argument für einen Wechsel ins Rheinland. Mit der Verpflichtung von Konstantinos Kotsifakis – bis vor Kurzem noch bei Hertha BSC – hat Bayer vor wenigen Tagen einen der engsten Förderer Eichhorns unter Vertrag genommen. Der 29-Jährige soll künftig als Co-Trainer der U19 fungieren und gleichzeitig eng mit den jungen Leihspielern der Leverkusener zusammenarbeiten. Dazu zählen etwa Artem Stepanov (FC Utrecht), Abdoulaye Faye (FC Lorient) sowie Farid Alfa-Ruprecht und Francis Onyeka (beide VfL Bochum). Für Eichhorn könnte das möglicherweise der erste Schritt in eine erfolgreiche Karriere bei Bayer Leverkusen sein.
Transfer
Bayer Leverkusen setzt auf Kennet Eichhorn: 20 Millionen Euro für den Youngster
Bayer Leverkusen will den jungen deutschen Mittelfeldspieler Kennet Eichhorn für 20 Millionen Euro verpflichten. Der 16-jährige Top-Talent ist derzeit bei Hertha BSC unter Vertrag.
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