Bayer Leverkusen plant einen neuen Campus auf einem bisher unbebauten Teil des Konzern-Firmengeländes in Monheim. Der Campus soll 10,5 Fußballplätze, ein Parkhaus und ein Funktionsgebäude umfassen. Die Bürger von Monheim sind jedoch skeptisch und sehen Klimaschutzgründe und erhöhtes Verkehrsaufkommen. Der Projektmanager Christian Kautz ist Teil einer Monheimer Bürgerinitiative gegen den Campus und ist zudem unmittelbarer Anwohner des geplanten Bauwerks. Die Fronten sind verhärtet, ein gegenseitiges aufeinander Zugehen scheint derzeit nicht möglich. Bayer 04 plant und sucht seit nunmehr zehn Jahren nach einem Grundstück. Weil die Autobahn A1 ab dem Jahr 2032 an der Leverkusener Arena ausgebaut werden soll. Dann fehlt dort der Platz für Trainings- und Parkplätze. Für insgesamt 70 Gebiete wurden rund um Leverkusen Gutachten für einen Campus erstellt, alle wurden verworfen aufgrund unterschiedlicher Ausschlusskriterien. Übrig geblieben ist die Fläche in unmittelbarer Nähe zum Rhein, genau gegenüber einem großen Industriebereich, auf dem Pflanzenschutzmittel erforscht und entwickelt werden. Ursprünglich hatte der Werksklub mit 30 Hektar geplant, übrig geblieben sind mittlerweile 14,7 Hektar. Der Grund: die veränderten politischen Verhältnisse in Monheim. Anne Dannenberg verantwortet das Zukunftsprojekt “Bayer 04 Campus”.