Bayer Leverkusen muss sich jetzt mit möglichem Abschied von Verteidiger Robert Andrich auseinandersetzen, denn Eintracht Frankfurt hat laut Kicker offiziell Interesse bekundet. Der 31‑jährige Nationalspieler steht bis 2028 unter Vertrag, doch seine Zukunft beim Doppelmeister von 2024 ist ungewiss.
Warum Frankfurt Andrich im Visier hat?
Frankfurt sucht gezielt Verstärkung im defensiven Mittelfeld, weil Ellyes Skhiri (31) und Hugo Larsson (22) den Kader möglicherweise im Sommer verlassen könnten. Andrich, der 2021 für 6,5 Mio. € von Union Berlin kam, bietet Erfahrung und Flexibilität. Die Hessen sehen in ihm einen sofort einsetzbaren Spieler, der bereits 199 Einsätze für Leverkusen absolviert hat.
Wie sicher ist Andrichs Verbleib bei Leverkusen?
Obwohl Andrich bis 2028 vertraglich gebunden ist, hat er in der vergangenen Saison teilweise seinen Stammplatz eingebüßt. Trotzdem erzielte er 21 Tore und 14 Vorlagen in allen Wettbewerben – Zahlen, die ihn für andere Bundesligisten attraktiv machen. Der Kapitän hat zudem bei der Europameisterschaft 2024 im deutschen Kader gestanden, fehlte aber bei der WM 2026.
Welche Alternativen prüft Frankfurt?
Neben Andrich schaut Frankfurt auch nach Raphael Onyedika vom Club Brügge. Der 25‑jährige Nigerianer ist noch ein Jahr an seinen Arbeitgeber gebunden, könnte aber bei einem passenden Angebot wechseln. Im Gegensatz zu Andrich und Onyedika gibt es bereits konkretere Gespräche um Bayern‑Talent Noel Aseko, doch die SGE scheint vorerst bei Andrich zu bleiben.
Was bedeutet das für Bayer Leverkusen?
Sollte Andrich gehen, bleibt Leverkusen ein wichtiges Verkaufsobjekt. Nach der Verpflichtung von Kennet Eichhorn (16) hat sich auch Equi Fernández (23) als möglicher Kandidat erwiesen, obwohl Benfica bereits Interesse an Jakub Kamiński (24) gezeigt hat. Zusätzlich hat Leverkusen den 17‑jährigen Kenan Doganay aus Lyon für die U19 verpflichtet – ein Hinweis darauf, dass der Klub langfristig weiter aufbauen will.
Andrichs mögliche Abreise könnte die Kaderplanung für die kommende Saison stark beeinflussen. Frankfurt hat damit ein starkes Signal gesendet: Sie wollen sofort handeln, bevor die Sommer-Transferperiode richtig startet. Für Leverkusen heißt das, entweder ein Gegenangebot zu finden oder sich auf den Verkauf vorzubereiten.
